Auch nach sieben Jahren „Dinner“ noch Lampenfieber

Queen und Conferencier

Ein augenzwinkerndes „Shakehands“ mit der Queen: Andreas M. Cramer, Autor und Conférencier beim goth’schen „Dinner“-Abend. (Foto KreativWerkstatt)

 

Zur festen Silvestertradition der Residenzstadt zählt mittlerweile das „Dinner auf Goth’sch“. Seit seiner Premiere 2009 hat sich der Theaterabend im Kulturhaus zur inzwischen größten Dinner-Veranstaltung Deutschlands gemausert. „Oscar am Freitag“ sprach mit Andreas M. Cramer, Autor und Conférencier beim „Dinner-Abend“.

Sieben Jahre goth’sches „Dinner“, jeweils zwei Veranstaltungen zu Silvester, bislang immer ausverkauft – eine richtige Erfolgsgeschichte. Wird das nicht irgendwann langweilig?

Auf keinen Fall! Zum einen macht es immer wieder Spaß, diesen kultigen Sketchklassiker auf die Bühne zu bringen. Zum anderen kommt der Erfolg ja auch nicht von alleine. Wir arbeiten jedes Jahr hart daran, für unsere Zuschauer wieder einen möglichst perfekten Abend zu gestalten. Da kann gar keine Langeweile aufkommen.

Sind Sie nach all den Jahren überhaupt noch aufgeregt?

Eine gewisse Routine habe ich natürlich inzwischen. Aber die gibt mir auch Sicherheit und damit die nötige Lockerheit beim Auftritt. Trotzdem bekomme ich noch immer Lampenfieber, wenn ich fünf Minuten vor Beginn hinter der Bühne stehe und höre, wie der Saal vor Erwartung förmlich brodelt. Gut, dass die Zuschauer nicht wissen, wie nervös ich bin, wenn der Vorhang aufgeht! (lacht)

Ihr ladet jedes Jahr die Queen zum „Dinner“ ein. Wird sie heuer kommen?

Nein, das wird dieses Jahr leider nichts werden. Sie war ja schon auf Deutschlandbesuch. Aber da ist bei Zeit und Ort einfach was schiefgelaufen in der Reiseplanung. Sie hat uns jedenfalls geschrieben, dass sie lieber zu uns gekommen wäre, statt in Berlin allen möglichen Leuten die Hände schütteln zu müssen. (lacht)

Die königliche Loge, die britischen Fähnchen und die Hymne „God save the Queen“ gibt es trotzdem?

Na klar! Wir sind schließlich dem „Dinner“-Motto verpflichtet: „Same procedure as every year!“

Bekommt man jetzt überhaupt noch Karten?

Ja, natürlich. Vor allem für den Silvesterabend selbst haben wir noch gute Plätze. Wer also ein garantiert nicht langweiliges Weihnachtsgeschenk sucht, sollte sich jetzt unbedingt Karten holen.

 

(veröffentlicht im November 2015)