Letzter Vorhang für das „Dinner auf Goth’sch“

Ende einer goth’schen Silvestertradition: 2017 wird Eisbär Knut nach 15 Vorstellungen zum vorerst letzten Mal zur Stolperfalle für den schusseligen Diener Schluder. (Foto: KreativWerkstatt)

 

Das goth’sche „Dinner for One“ im Kulturhaus ist eine feste Silvestertradition. Den beliebten Theaterabend wird es in diesem Jahr jedoch zum vorerst letzten Mal geben. Oscar am Freitag befragte die beiden „Dinner“-Macher Kai Kretzschmar (Regisseur) und Andreas M. Cramer (Autor) zum überraschenden Ende des Kultspektakels.

Wird der schusselige Diener Schluder am 30. Dezember tatsächlich zum letzten Mal über Eisbär Knut stolpern?

Ja. Wer das „Dinner“ also schon immer mal live sehen wollte, sollte sich schnell Karten besorgen. Das ist definitiv die letzte Chance.

Euer Stück ist jahrelang erfolgreich vor ausverkauftem Haus gelaufen. Wieso macht ihr jetzt Schluss?

Naja, Schluder und Herzogin Sophie sind mit den Jahren einfach zu alt geworden für so ein anstrengendes Stück. Immerhin feiert Sophie dieses Jahr ihren 99. Geburtstag!

Jetzt mal im Ernst …

Wenn es am schönsten ist, soll man gehen. Nach neun Jahren und insgesamt 15 „Dinner“-Vorstellungen ist der Reiz des Neuen weg und wird – bei allem Spaß – auch vieles zur Routine. Und wir freuen uns darauf, künftig die Feiertage mal wieder ohne Proben und Arbeit genießen zu können.

Was kommt nach dem „Dinner“?

Das wird noch nicht verraten. Wir haben aber jede Menge Projekte in der Schublade, die wir mit unserer Agentur KreativWerkstatt umsetzen wollen. Von „Hänser & Schluder“ wird garantiert etwas Neues kommen, ob nun als Buch, Theaterstück oder Comic. Sicher ist, dass wir weiterhin „echt goth’sche“ Sachen machen.

Bedauert ihr, dass am Silvestervorabend der letzte Vorhang fällt?

Ach nein. Wir werden mit großer Dankbarkeit von der Bühne gehen, dass wir neun Jahre lang für ein echt tolles Publikum spielen durften. Wir bedauern nur eines: dass Queen Elizabeth nicht ein einziges Mal unserer wiederholten Einladung zum „Dinner“ gefolgt ist. (beide lachen)

 

(veröffentlicht im September 2017)